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Cloud ComputingCloud Computing
Internet der Zukunft und Baustein für das IBM "New Enterprise Data Center"Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat sich das Internet von einer eindimensionalen Kommunikationsplattform zu einem mehrdimensionalen Netzwerk entwickelt. Jetzt steht der nächste Technologiesprung unmittelbar bevor - das Internet selbst soll als verteilter Computer eingesetzt werden. Das Konzept dahinter ist einfach: IT-Ressourcen wie Anwendungen oder Rechenkapazität werden von einer "Cloud", also über das Internet, bereitgestellt. Damit wird das World Wide Web zu einem Pool mit dem Internet verbundener Server, die jeweils Services dem Netzwerk standardisiert zur Verfügung stellen. Dieses so genannte Cloud-Computing-Modell wird die Möglichkeiten des Internets in den nächsten Jahren deutlich steigern und bildet ein zentrales Element des IBM "New Enterprise Data Center", des Rechenzentrums der Zukunft. Die w3-Redaktion sprach mit Andreas Hermelink, New Enterprise Data Center Offering Sales Leader IBM Germany, über die Möglichkeiten des Cloud Computing und die Rolle von IBM.
w3: Herr Hermelink, welchen Nutzen wird dieses Konzept für den Kunden haben?
Cloud Computing bietet den Nutzern viele Vorteile. Es ist ortsunabhängig, das heißt, dass man keine lokalen IT-Ressourcen mehr benötigt, um komplexe IT-Operationen durchführen zu können. Es entfällt der lokale Aufbau von IT-Infrastruktur, denn diese wird durch die "Cloud", also durch das Netzwerk oder das Internet, zur Verfügung gestellt und je nach Bedarf abgerufen. Dabei werden die Anwendungen als Service bereitgestellt und sind nahezu unerschöpflich. Für Unternehmen bedeutet das, dass sie auf eine vielschichtige IT-Infrastruktur zurückgreifen können, ohne diese lokal vorhalten zu müssen. Dadurch können IT-Ressourcen insgesamt energieeffizienter genutzt werden.
w3: Warum wird Cloud Computing in Zukunft eine wichtige Rolle spielen?
Mobile Geräte können durch dieses Konzept IT-Ressourcen aus dem Internet beziehen, ohne diese lokal verfügbar haben zu müssen. Dadurch wird eine technologische Brücke gebildet, die Menschen und die Wirtschaft mit der IT-Welt verbindet. Beispielsweise stellt IBM Cloud-basierte Services für 3.000 Forscher in acht Ländern weltweit zur Verfügung. Auf diese Weise können rechenintensive wissenschaftliche Simulationen mit Hilfe des Internets bewältigt werden und beispielsweise neue Durchbrüche im Bereich Klimaforschung gelingen.
w3: Wie engagiert sich IBM im Bereich Cloud Computing und wie passt dieses Modell in das IBM Konzept des "New Enterprise Data Center"?
IBM forscht bereits seit mehr als 15 Jahren im Bereich Cloud Computing. Dieses Internet-basierte Computing-Modell geht über die einzelnen physischen Rechner hinaus und erlaubt es mobilen Geräten wie PDAs oder Sensoren auf der ganzen Welt Online-Ressourcen und -Services zu nutzen. Unser Ziel ist es, ein Computing-Modell zu schaffen, das nahtlos mit einer verteilten, flexiblen und global zugänglichen Menge an IT-Ressourcen arbeitet. Dadurch können vorhandene physische Ressourcen besser genutzt werden. Cloud Computing ist deshalb auch ein wichtiger Baustein des "New Enterprise Data Center", unserer Strategie für das Rechenzentrum der Zukunft. Dabei stellt Cloud Computing die fortgeschrittene Stufe eines dynamischen und optimierten "New Enterprise Data Center" dar. Die unternehmensübergreifende Cloud Computing-Initiative der IBM führt Enterprise Computing vom traditionellen Nutzungsmodell der IT-Ressourcen hin zu der Nutzung von weltweit verfügbaren Anwendungen und virtueller IT-Infrastruktur. Die Cloud-Services bieten neue Software und Dienstleistungen sowie Zugriff auf IT-Ressourcen, ohne dass Software lokal auf jedem Unternehmensrechner installiert und gewartet werden muss. Organisationen jeder Größe können damit Cloud Computing-Modelle nutzen und dadurch Anwendungen innovativer einsetzen, ihre Betriebskosten senken sowie die Zusammenarbeit in Organisationen und darüber hinaus vereinfachen. Mit dem kürzlich erweiterten weltweit größten Netzwerk an Cloud Computing-Centern will IBM die steigende Nachfrage besonders in den Wachstumsmärkten bedienen. Auch bereits bestehende IT-Infrastrukturen lassen sich damit effizienter betreiben und kostenmäßig optimieren.
w3: Herr Hermelink, vielen Dank für Ihre Ausführungen.